FDP-Kreisverband lehnt Teststrecke eWayBW weiterhin ab

Wichtige Verkehrsader sollte nicht beeinträchtigt werden

Gefährlich und unzumutbar findet der FDP-Kreisverband Rastatt die geplante Teststrecke auf der B 462. Foto: Beatrix Ottmüller

Das Projekt eWayBW auf der B 462 (RA today berichtete) sieht der FDP-Kreisverband Rastatt kritisch. Das wurde jetzt bei einer Informationsveranstaltung im Unimog-Museum mit dem Karlsruher Bundestagsabgeordneten Christian Jung, Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Bundestages, deutlich.

Eigentlich hätte bereits in diesem Jahr mit dem Bau der Teststrecke begonnen werden sollen. Da die entsprechende Ausschreibung kein einziges Angebot erbrachte, musste der Baustart auf das Jahr 2020 verschoben werden. Christian Jung rechnet sogar damit, dass der Bund das Projekt stoppen könnte, schließlich seien die Gelder nicht abgerufen worden und müssten erneut beantragt werden. Erhöhten sich die Kosten aufgrund der erneuten Ausschreibung über die vom Bund zugesagten Mittel in Höhe von 18 Millionen Euro, könnte auch der Bundesrechnungshof die Notbremse ziehen.

Technik veraltet und passé

Christian Jung begrüßt diese Entwicklung, denn er sieht das Projekt wegen der Topografie, der Pendlerströme und Verkehrssicherheit als ungeeignet an. Aus seiner Sicht seien die Mittel komplett falsch ausgegeben, betont er. Der Lkw mit Stromabnehmer sei passé. Kritisch sieht er zudem den Bauprozess, da jede Beeinträchtigung der wichtigen Verkehrsader ins Murgtal zu Umsatzeinbußen für Firmen und zu Frustration für Pendler führe.

Es gebe in der Region wesentlich wichtigere Verkehrsprojekte, so Christian Jung. Gleich zehn Projekte könne er nennen. Ganz oben auf der Liste stehe eine Autobahnabfahrt von der A 5 für den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden oder eine Ausweichstecke für die Rheintalbahn, die aufgrund einer Havarie in der Oströhre des neuen Eisenbahntunnels im Jahr 2017 zwischen Rastatt und Baden-Baden für sieben Wochen komplett gesperrt werden musste.

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